Tragen ist …

ein Lebensgefühl – unbeschreiblich, wenn dein Baby an dich gebunden ruhig wird, deine Nähe geniest und einschläft; Nähe und Geborgenheit die dein Baby in Sicherheit wiegen.

ein Wundermittel – gerade bei weinenden, kranken, quengelnden oder auch müden Babys – oft die Rettung für erschöpfte Eltern; denn gerade hier braucht ein Baby noch mehr Nähe, hier ist Tragen perfekt.

Freiheit für die Eltern – zumindest für die Hände und als Entlastung der Arme, denn ein Baby will so oder so getragen werden, also kleine Helfer nutzen.

vor allem PRAKTISCH –  ob Zuhause, beim Einkaufen oder im Urlaub – mit einem Hilfsmittel bist du immer flexibel und unabhängig. Tragetuch oder Tragehilfe bedeuten für dein Baby/Kind Sicherheit und Schutz, leicht zur Ruhe kommen und Entspannen. Dein kleines Wunder erlebt die Welt auf Augenhöhe.

Du wirst dein Baby sicher irgendwie tragen, wahrscheinlich auf Händen und in deinen Armen. Das bringt die Natur mit sich und es ist GUT so. Menschenbabys sind Traglinge.

Wieso also solltest du dir nicht das Tragen erleichtern und Hilfe annehmen?

Nur ein paar Vorteile vom Tragen:

  • Dein Baby vertraut dir und eure Bindung wird gestärkt
  • Dein Baby fühlt sich sicher und es werden alle seine Sinne gefördert
  • Dein Baby fühlt sich geborgen und schläft leichter ein
  • Du förderst die Hüftentwicklung deines Babys
  • Dein Alltag wird leichter, weil du die Hände frei hast
  • Du wirst den besonderen Kontakt zu deinem Baby genießen und lieben lernen

Es ist so unendlich schön ein Baby zu tragen.

Überzeuge dich selbst und lerne das Tragen kennen und lieben!

 

 

 

Tragen im Sommer

  • Sonne: Meide die Sonne in der Mittagszeit und versuche natürlichen Schatten zu nutzen. Babys,- und Kinderhaut sollte immer vor Sonne geschützt werden; mit Langarmbody, Babylegs über den Beinchen und einer leichten Kopfbedeckung (evtl mit Abdeckung im Nackenbereich). Zusätzlich kannst du einen Schirm als Schattenspender nutzen.
  • Flüssigkeit: Trinken ist ganz wichtig! Achte auf genügend Flüssigkeitszufuhr; sowohl beim Kind, als auch bei dir selbst. Wenn möglich Wasser bzw. bei gestillten Babys Muttermilch. Wenn du noch voll stillst, braucht dein Baby keine zusätzliche Flüssigkeit. Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Muttermilch sich optimal den Bedürfnissen deines Babys anpasst. Das heißt im Sommer, wenn das Baby Durst hat wird die Milch flüssiger. Unglaublich was die Natur alles kann!
  • Schwitzen: Im Sommer schwitzen wir, ganz normal und noch mehr beim Tragen. Das kann aber auch positiv sein. Du spürst immer wie warm dein Kind gerade ist und es kann nicht überhitzen.. du schwitzt quasi für dein Kind mit und kühlst es runter. Du kannst ein Spucktuch/Mullwindel zwischen euch legen, wenn es für euch angenehmer ist. Packe immer Wechselkleidung ein für dein Kind. Sobald dein Liebling aus Tuch oder Trage kommt – einfach umziehen.

 

Das Wichtigste:

Achte immer auf die Atmung!! Dein Kind soll Frischluft bekommen und nicht ins warme Tuch/Trage schnaufen. Binde einlagige Bindevarianten und nimm leichte Tragetücher. Auch bei den Tragehilfen gilt, einlagig binden.

Tragen im Winter

Drauf oder drunter?  Babys im ersten Lebensjahr tragen wir immer unter der Jacke. Wenn es richtig kalt ist, braucht auch dein Baby in der Trage eine zusätzliche Wärmeschicht (Immer eine Schicht mehr als du selbst). Unter der gemeinsamen Jacke hat es dein Baby ganz besonders schön warm, denn deine Körperwärme ist fast wie ein „Heizofen“ für dein Baby. Bauch an Bauch spürst du auch am besten, ob die Temperatur so richtig ist.

  • Füße/Beine: die Beine und Füße sind bei Babys schnell kühl; vor allem, weil sie aus der Trage oder dem Tragetuch heraushängen. Benutze Wollsocken, Fellschuhe und Stulpen (Babylegs), um Füße und Beine schön warmzuhalten. Viell. strickt deine Mama/Oma gerne
  • Kopfbedeckung: Der Kopf eines Babys kühlt schnell aus, da über den Kopf sehr viel Wärme abgegeben wird. Setze deinem Baby immer an eine Mütze oder warme Kapuze auf! Achte auch auf die Ohren. Auf dem Rücken trägt sichs am einfachsten mit einem Schlupfschal/Mütze; die kann dein Kind nicht so schnell runterziehen. Noch dazu bleibt der Hals auch warm
  • Jacken u Co: Dein Baby trägst du mit einer Kumja, einem Tragecover oder auch mit einer extra Tragejacke. Genauso gut geht eine große Jacke oder die aus deiner Schwangerschaft.

Kumja: „Komm unter meine Jacke“. Die Kumja ist ein Zip-In für deine eigene Jacke, um dein Kind mit darunter tragen zu können. Du verwandelst quasi deine eigene Jacke in eine Tragejacke. Nachteil: evtl passt der Zip-In nur auf eine deiner Jacken.

Tragecover: Das Cover ist individuell für Mama und Papa tragbar. Es ist im Winter ein idealer Kälteschutz; zb. Aus Fleece oder Softshell oder Tragetuch genäht. Es passt vor dem Bauch und auf dem Rücken.

Tragejacke: Die meisten Tragejacken sind sehr individuell tragbar – vorne, hinten, in der Schwangerschaft und auch ganz ohne Einsatz im Alltag nach der Tragezeit. Es ist die Variante die am Kuscheligsten für dich und dein Baby ist.

 

  • Babys Klamotten: Arbeite immer mit dem Zwiebel-Prinzip. Eine Schicht nach der anderen und das angepasst ans Wetter. Trage bitte ohne Schneeanzug, die sind für das Tragen nicht geeignet, da die Wärmeisolation hier nicht funktioniert. Es werden nur die Luftpolster zusammengedrückt. Besser sind Wollwalk-Overalls, da sie die Wärme individuell regulieren.
  • Babys Gesicht: Die Gesichtshaut deines Babys ist sehr empfindlich, daher immer schön eincremen. Die Haut soll nicht austrocknen. Bei starken Sonnenstrahlen – auch an einen Sonnenschutz denken

Das Wichtigste:

Achte immer auf die Atmung!! Dein Kind soll Frischluft bekommen und nicht verdeckt ins Tuch/Trage schnaufen. Binde dein Kind immer so ein, dass es gut atmen kannn. Die Tragejacke/Cover oder ähnliches sollen auf keinen Fall das Gesicht bedecken!